Mittwoch, 3. April 2013

Endlich…



 
Endlich konnte ich mich bedanken…
Mal eine etwas längere Geschichte, ich muss das hier mal loswerden…
Heute vor zwei Wochen kam mein Mann ins Krankenhaus.
Er ist immer noch „steinreich“, denn man hat ´nen Nierenstein und Gallensteine bei ihm entdeckt.
Ende April kommt der Nierenstein raus…
Aber warum …endlich bedanken…?
Die ganze Krankenhaus Story war sehr nervenaufreibend, hierzu könnte ich viel erzählen…

Jedenfalls… als ich mit meinem Mann im Flur stand, da „sein“ Zimmer noch besetzt war kam eine Krankenschwester vorbei und mir bubberte das Herz (ui, jetzt auch schon wieder)…
Ich zog ganz aufgeregt an meinem Mann Hemd rum (igitt, die Dinger sind aber auch nicht schön…) und er wusste überhaupt nicht, was los ist, denn er musste liegen bleiben.
„Thomas, die kenne ich, ich weiß, wer das ist…!“
„Doch, doch, ganz bestimmt…!“
Ich sprach die Krankenschwester dann auch an und fragte sie, ob sie im Dezember 2005 in einer bestimmten Abteilung bearbeitet hat.
Schwester Heike guckte mich mit großen Augen an und sagte „Ja!“
Schluck!
Ich hatte also Recht!

Tränen schossen mir ins Gesicht…
Ich rang mit Fassung und erzählte ihr, woher ich sie kannte…
Kaum im Auto auf dem Weg nach Hause wieder, ich konnte es immer noch nicht fassen.
Was ist passiert?
Im Dezember 2005 ist mein Papa gestorben und Schwester Heike hat sich in der Zeit, wo ich die letzten Tage und Nächte bei meinem Vater im Krankenhaus war, rührend um meinen Vater und mich gekümmert und mir etwas gesagt, wo sie mir sehr, sehr geholfen hat.

Die ganzen Jahre habe ich mich immer daran erinnert, was sie gesagt hat und das es so ziemlich das einzige war, das mich getröstet hat.
Das  Krankenhaus ist in jenem Dezember umgezogen und ich wusste nicht, wie ich diese liebe Schwester finden sollte.
Nie konnte ich abschließen, da immer noch etwas offen stand, nie konnte ich „Danke“ sagen und endlich loslassen.
Was konnte ich in der kurzen Zeit, die mein Mann noch im Krankenhaus bleiben musste, „zaubern“, um auf eine besondere Art mein Gefühl zum Ausdruck bringen?
Dann war Wochenende und Schwester Heike war nicht da.
Urlaub?
Nein, sie hatte nur das Wochenende frei und am Tag, als mein Mann entlassen wurde, habe ich ihr einen Blumenstrauß und eine Karte mit ein paar sehr persönlichen Zeilen mitgebracht.

Sie fragte „Wofür?“
Schluck!
Ich hatte schon wieder einen Kloß im Hals und sagte ihr mit viel Mühe, sie bräuchte nur zu lesen, dann wüsste sie schon Bescheid.
Mehr konnte ich nicht.
Sie nahm mich in die Arme und wir unterhielten uns noch ein klein wenig.

Das war es, warum ich endlich „Danke“ sagen konnte.

Ganz viele liebe Grüße!
                                       Eure

Kommentare:

  1. Hallo Nicola,

    eine sehr schöne Karte - gefällt mir sehr gut!
    Auch Dein Blogdesing gefällt mir!
    LG Tanja

    AntwortenLöschen
  2. Hach Nicola... da stehen mir direkt die Tränen in den Augen. Ja, so spielt das Leben! Es gibt so Engel, die einem begegnen und die auch wieder auftauchen, damit man ihnen Danke sagen kann. Wunderschön, dass es sich so fügt.
    Ganz liebe Grüße
    Steffie

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Nicola,
    die Karte gefällt mir. Schön und Schlicht, das mag ich.
    Liebe Grüße
    Christiane

    AntwortenLöschen